Villa Kann ist eine burgenähnliche Villa in der Kaiser-Wilhelm-Straße 16. Sie entstand 1890 und 1891 für den Rentier Ludwig Kann, ihr Baustil wurde von Schloss Solms beeinflusst.
 in der [Kaiser-Wilhelm-Straße](/de/bauwerke-und-orte/kaiser-wilhelm-strasse/).](/de/bilder/villakann/VillaKann_hu_40d1d688be457930.jpg)
](/de/bilder/villakannturm/VillaKannTurm_hu_8c33680810e036f4.jpg)
 in der [Kaiser-Wilhelm-Straße](/de/bauwerke-und-orte/kaiser-wilhelm-strasse/).](/de/bilder/villakannturm2/VillaKannTurm2_hu_6510bf14e639c71c.jpg)
](/de/bilder/villakannturm3/VillaKannTurm3_hu_1f9c327a89acf62c.jpg)
 überragt die Bäume.](/de/bilder/villakanntrmchen/VillaKannT%C3%BCrmchen_hu_b8f76a905b3fbd1d.jpg)
Geschichte
Die Villa Kann wurde von dem Baden-Badener Architekten Anton Klein in den Jahren 1890 und 1891 errichtet. Es kamen hierfür ausschließlich heimische Steine zum Einsatz. Der burgenähnliche Bau wurde von einem sechsstöckigen Hauptturm mit Zinnen, steilen Dächern und einem imitierten Wehrgang überragt. Der Bauherr und Rentier Ludwig Kann lebte 20 Jahre lang in seinem Ritterschloss. 1913 ging das Anwesen in den Besitz der Erben über, die in ganz Deutschland verteilt lebten. Nach dem Krieg verkauften sie es an Alfred Steffens, der rund 10 Jahre der Besitzer blieb. Weil sich kein Käufer fand, ging Villa Kann anschließend in den Bestand der kommunalen Liegenschaften über. Nach dem zweiten Weltkrieg und der Besatzungszeit wurde es in ein Wohngebäude umgewandelt. 1953 verursachten unachtsame Mieter einen Brand im Hauptturm, dessen ursprüngliches Erscheinungsbild dadurch zerstört und bis heute nicht wiederhergestellt wurde. Das heute den Hauptturm überragende und etwas deplatziert wirkende kleine runde Türmchen schmiegte sich einst an das Dach des Hauptturms an.
Park und Nebengebäude

Zur Villa gehört ein großes Gartengrundstück. Erhalten sind seine Einfriedung und das Schweizerhaus, in dem ursprünglich die Kutschen und das Personal untergebracht waren. Für den Park selbst lag 2012 eine Bebauung in Aussicht, und ab 2013 entstanden dort zwei Wohnhäuser mit flachen Dächern und weiß verputzten Fassaden.[1]
Welterbe
Die Villa liegt im Villengebiet Beutig-Quettig, dem größten und ältesten Villenviertel der Stadt. Es gehört seit 2021 zur UNESCO-Welterbestätte The Great Spa Towns of Europe. Das Welterbe-Team der Stadt führte die Villa Kann 2025 unter zehn Villen auf, die diesen Baubestand prägen, und nannte sie ein Beispiel für die in Baden-Baden beliebten burgähnlichen Villen. Als besonders wertvoll hob es dabei die Erhaltung des großen Gartengrundstücks und des Nebengebäudes im Schweizerhausstil hervor.[2]
Quellen
- Vortrag Burgen, Schlösser und Paläste - zur Wohnkultur des Großbürgertums im 19. Jahrhundert von Michaela Markert am 19.09.2012 beim Stammtisch des Vereins Stadtbild Baden-Baden e.V.
Einzelnachweise
- ↑ Neubauten im Park der Villa Kann, Kaiser-Wilhelm-Straße 16, gesehen am 27. Dezember 2016
- ↑ Sarah Reith: Diese zehn Villen prägen das Baden-Badener Welterbe, Badische Neueste Nachrichten, 1. Juni 2025, abgerufen am 11. Juli 2026 (Archiviert)