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Waldgaststätte Bütthof

Aus Stadtwiki Baden-Baden

Bütthof.jpg

Die Waldgaststätte Bütthof liegt südlich von Geroldsau im Baden-Badener Stadtwald. Der Bütthof ist nach dem Geroldsauer Wasserfall benannt, der sich in unmittelbarer Nähe befindet und früher als die "große Bütte" bezeichnet wurde. Viele Ausflügler und Wanderer kehren im Bütthof ein. Auf der Weide gegenüber dem Bütthof weiden schottische Hochlandrinder.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erste Hütte an der Stelle des heutigen Bütthofs, die sogenannte Kunzenhütte, entstand vermutlich in den 1790er Jahren. In einem Protokoll des Stadtrats vom 26. September 1797 wurde Anton Kunz zugestanden an der Bütte wohnen zu bleiben, nach seinem Tod solle aber die Hütte entfernt und der urbar gemachte Boden dem Wald zurückgegeben werden. Dazu kam es nicht. Bereits 1798 unterzeichnete Georg Kunz einen zwölfjährigen Pachtvertrag. Die Familie Kunz errichtete daraufhin das Fachwerkhaus mit Stallungen und Schuppen. In den 1820er Jahren wurde der Hof und der Geroldsauer Wasserfall durch Reiseführer zunehmend bekannt gemacht und es kamen mehr Besucher in das Grobbachtal. Den Wanderern bot man traditionell ein Vesper an, es gab aber noch keine offizielle Gastronomie. Den ersten Anlauf ein solche Gastronomie zu eröffnen unternahm 1836 der Landwirt Josef Kunz mit einem Antrag an die Stadtverwaltung. Er bat darum auf dem Bütthof eine Schankwirtschaft betreiben zu dürfen. Im Original hieß es:

"...beantrage ich die Genehmigung, eine Schankwirtschaft zu betreiben, da nicht nur an den Wasserfall den Sommer ueber viele Badgaeste und Reisende kommen, sondern auch zu meiner Behaussung, welche Wein, Bier, Kirschenwasser, Brod, Milch, Butter, Kaes, Honig etc. verlangen, das mann denen selben ohnehin verabreichen muss."

Mit der Begründung, dass im Wald keine Schankwirtschaft beantragt werden könne, wurde der Antrag abgelehnt und Herr Kunz verkaufte seine Erzeugnisse weiterhin inoffiziell an die Gäste. Als die Anzahl der Ausflügler zum Wasserfall weiter anstieg, unternahm auch die Badeanstalten Kommission einiges um das Ausflugsziel attraktiver zu machen. Im Jahr 1845 wurde beispielsweise die Wege entlang des Grobbachs gerichtet und die Brücke unterhalb des Wasserfalls gebaut. 1872 erhielt die Familie Kunz dann die offizielle Genehmigung zum Ausschank. 1874 kam der Lichtentaler Wirt Naber auf die Idee direkt am Wasserfall eine Hütte zur Bewirtung der Gäste zu errichten. Auch dieser Plan wurde genehmigt. Mit dem Tod des letzten Mitglieds der Familie Kunz 1899 übernahm die Stadt Baden-Baden den Bütthof. Bereits 1900 wurde er zusammen mit der Gaststätte am Wasserfall an Hermann Kah verpachtet. Dieser betrieb seine Wirtschaft ausschließlich am Wasserfall und nutzte den Bütthof als Wohnung und Stallung. Erst nach dem Abriss der Wasserfallgaststätte durch Besatzungstruppen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Bütthof 1952 eine Gaststätte eingerichtet. Sie wurde bis 1972 von Erna Striebel, Tochter von Hermann Kah betrieben.

Quellen[Bearbeiten]

  • Geschichte Bütthof auf buetthof.de
  • Bericht in der BNN vom 10.06.1989
  • Bericht in der BNN vom 14.08.1997
 
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Adresse

Wasserfallstraße 1
76534 Baden-Baden

Kontakt

Telefon: +49 (0)7221 73747
Fax: +49 (0)7221 994340
E-Mail: joerg.lass@gmx.de
Web: http://www.buetthof.de

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