Sanierung und Sperrung Michaelstunnel 2011/2012
Am 01. August 2011 beginnt die 12 monatige Sanierung und die damit verbundene Sperrung des Michaelstunnels in Baden-Baden. Der 20 Jahre alte Tunnel wird betriebs- und sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Die 21.000 Autofahrer die im Schnitt täglich durch Tunnel fahren, müssen auf Alternativrouten ausweichen oder auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.
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[Bearbeiten] Geschichte
Nach den Brandkatastrophen in Alpentunneln um das Jahr 2000 wurden die Sicherheitsstandards für Straßentunnel erhöht. Im Jahr 2005 wurde mit den Planungen für die Sanierung des Michaelstunnels begonnen. Nach dem Planfeststellungsverfahren und der Ausschreibung 2009 und 2010 fand im März 2011 die Vergabe statt. Die Baumaßnahme Fluchttreppenhaus Gönneranlage wurde allerdings bereits im November 2009 begonnen und im Mai 2010 abgeschlossen. Ab dem 01. August 2011 ist der Tunnel für ein Jahr gesperrt.
[Bearbeiten] Baumaßnahmen
Im Zuge der Sanierung werden zwei Ziele verfolgt. Zum ersten wird der Tunnel an die gestiegenen Sicherheitsstandards angepasst. Hierzu werden die Rettungstollen Nord beim Festspielhaus und Rettungsstollen Mitte, der in der Werderstraße zu Tage tritt, um 581 bzw. 297 Meter verlängert. Dies ermöglicht den Bau neuer Notausgänge. Das zweite Ziel ist eine Rundumerneuerung der 20 Jahre alten Technik. Dies bedeutet die Erneuerung der Lüftung, der Beleuchtung und der Sicherheitstechnik.
Soweit möglich werden die Arbeiten parallel und im Mehrschichtbetrieb ausgeführt. Die Sprengungen für die Rettungsstollen erfolgen nur tagsüber, um die Nachtruhe der Anwohner nicht zu stören. Nach Aussagen der Planer ist eine kürzere Bauzeit nicht möglich. Auch die Sperrung des Tunnels für den Verkehr ist unumgänglich, da die Verkehrssicherheit während der Baumaßnahmen nicht gewährleistet werden könnte.
Die Angaben zu den Kosten sind widersprüchlich. Einmal ist von rund 20 Mio. Euro die Rede[1], an anderer Stelle von ca. 27 Mio. Euro.[2]. Der Bund trägt die Kosten der Sanierung.
[Bearbeiten] Umleitungen
Für die Zeit der Sperrung können Autofahrer auf mehrere Umleitungsstrecken[3] ausweichen. Die Hauptumleitungsstrecke im Westen (blau) führt vom Bertholdplatz über Fremersbergstraße und Waldseestraße zum Verfassungsplatz. Die Alternativroute (grün) über Moltkestraße und Katzensteinstraße darf nur in Richtung Verfassungsplatz befahren werden. Eine zweite Umleitungsstrecke (violett) führt im Nordosten über die Schlossbergtangente. Der Leopoldsplatz bleibt ebenso wie die Museumsmeile in der Lichtentaler Allee für den Verkehr geschlossen. Auf Höhe der Tennisplätze wird die Lichtentaler Allee (orange) als Einbahnstraße in Richtung Klosterplatz/Lichtental geöffnet. Der Poller in der Kaiser Allee bleibt dauerhaft geöffnet. Die Schmale Kreuzstraße wird zur Einbahnstraße, die nur in südöstlicher Richtung befahren werden kann. Damit sollen Rückstaus in der Lichtentaler Straße verhindert werden. Auch die Friedrichstraße die parallel zur Lichtentaler Allee vom Theater zum Stadtmuseum verläuft, wird in südlicher Richtung zur Einbahnstraße. Bei der Einmündung in die Fremersbergstraße beim Stadtmuseum gibt es eine Verkehrsampel.[4] Die Schaltpläne weiterer Ampelanlagen werden angepasst.[2]
Durch die veränderte Verkehrsführung in der Innenstadt erhofft sich die städtische Verwaltung einen verbesserten Verkehrsabfluss im Vergleich zu den zwei bisherigen Tunnelsperrungen 2006 und 2009.
[Bearbeiten] Park & Ride
Für eine weitere Entlastung der Innenstadt soll ein Angebot der Baden-Baden-Linie (BBL) sorgen. Seit Juni 2011 gibt es ein "Sonderticket Baden-Baden". Es gilt ausschließlich in Linienbussen zwischen Bahnhof und Augustaplatz. [5]