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Russische Kirche

Aus Stadtwiki Baden-Baden

Die Russische Kirche mit ihrem auffälligen vergoldeten Zwiebelturm und orthodoxen Doppelkreuz befindet sich beim Bertholdsplatz. Sie ist Zeugnis der engen Beziehungen der Stadt Baden-Baden zu Russland im 19. Jahrhundert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Heirat zwischen dem russischen Thronfolger Alexander und der badischen Prinzessin Luise 1793 führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem merklichen Zuzug russischer Bürger ins badische Land und insbesondere auch nach Baden-Baden. Bald wurde der Wunsch nach einem Gotteshaus für die russische Gemeinde laut. Zuerst konnten nur provisorische Kirchenräume in Mietshäusern eingerichtet werden. Die 1863 geschlossene Ehe zwischen Prinz Wilhelm von Baden und der Schwester des Zaren Alexander II. Maria Maximilianowa begünstigte den Bau einer eigenen Kirche. Mit Hilfe von zahlreichen Spenden konnte der Bau finanziert werden. Die Pläne stammten von dem Architekten Iwan Strom. Die Bauausführung übernahmen Wladimir Potemkin und der Baden-Badener Bernhard Belzer. Die Stadt stellt den Bauplatz an der Lichtentaler Straße kostenlos zur Verfügung. Die Bauphase begann im Jahr 1880 und endete mit der feierlichen Einweihung im Oktober 1882.

Gebäude[Bearbeiten]

Die Kirche erhielt das traditionelle Grundrissschema einer Kreuzkuppelkirche. Der Innenraum ist quadratisch. Mittel- und Querschiff deuten ein Kreuz an. Über dem Eingang der Kirche befindet sich ein Mosaik der Verklärung Christi. Im Inneren schmücken zahlreiche Fresken die Wände. Es existieren keine Bänke, da während des Gottesdienstes gestanden wird. In der Gruft der Kirche ruhen Prinzessin Wilhelm von Baden (Maria Maximilianowna) und Fürstin Tatjana Gagarina.

Quellen[Bearbeiten]

  • Helmuth Bischoff Baden-Baden: Die romantische Bäderstadt im Tal der Oos. Kurbetrieb zwischen Casino, Park und Kloster. DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3086-3.
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Adresse

Lichtentaler Straße 76
76530 Baden-Baden

Karte

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