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Dreischalenbrunnen

Aus Stadtwiki Baden-Baden

Dreischalenbrunnen.jpg

Der Dreischalenbrunnen im Garten des Hotels Badischer Hof wird mit Thermalwasser betrieben. Bei kalten Temperaturen im Winter dampft der Brunnen. Durch zahlreiche Fernsehübertragungen des SWF ist er als Symbol für die Bäderstadt Baden-Baden bekannt geworden.

Brunnenbeschreibung[Bearbeiten]

Der Brunnen ist aus Muschelkalk gefertigt. Das Brunnenbecken ruht auf einem kreisrunden Betonfundament. Darüber befindet sich drei Schalen. Die Schäfte der Schalen sind mit einer feinen Ornamentik versehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1925 kam Gustav Schnetzer, der damalige Besitzer des Badischen Hofs, auf die Idee an der Einfahrt zum Kurgebiet einen mit Thermalwasser betriebenen Brunnen zu errichten, der die Bäderstadt verkörpern solle. Er beauftragte den Baden-Badener Architekten Ernst Walker einen Entwurf auszuarbeiten. Anfangs stellte sich die Stadt gegen das Vorhaben, da für einen Brunnen kein Thermalwasser übrig sei. Doch Schnetzer bestand auf das überlieferte Thermalwasserrecht des Badischen Hofs und ließ den Brunnen errichten.

1977 kam es noch einmal zu Meinungsverschiedenheiten mit der Stadt. Dieses Mal forderten die Stadtwerke das Hotel auf für den Brunnen eine Abwassergebühr zu entrichten. Daraufhin wurde der Brunnen für einige Wochen still gelegt. Schließlich lenkte die Stadt ein und bat das Hotel den Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen, da sie ungern auf diese Touristenattraktion verzichten wollte.

Umbauarbeiten am Hotel führten im Herbst 1980 dazu, dass der Brunnen abgebaut werden musste. Daher wurde er in seine elf Einzelteile zerlegt und in der Werkstatt des Kuppenheimer Steinmetz Georg Dielmann generalüberholt. Der Steinmetz befreite die Schalen und die Ornamentik von Ablagerungen, die durch das Thermalwasser entstanden waren. Außerdem wurden kleinere Beschädigungen ausgebessert und alle Teile mit einer Kunstharzschicht versehen. Im Juli 1981 konnte Brunnen auf einem neu gegossenen Betonfundament wieder aufgebaut werden. Im Vergleich zu vorher steht der Brunnen seit dem um 50 Zentimeter erhöht.

Sonstiges[Bearbeiten]

Auf dem Baden-Badener Stadtfriedhof befindet sich auf dem Grab des Schöpfers Ernst Walker eine kleine Nachbildung des Brunnens.

Quellen[Bearbeiten]

Artikel "Ein Brunnen als Fernsehstar" von Karl Reinbothe im Badischen Tagblatt 02.08.2012

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