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Burg Alt-Eberstein

Aus Stadtwiki Baden-Baden

Die Burg Alt-Eberstein ist eine Burgruine nördlich des Baden-Badener Ortsteils Ebersteinburg. Sie liegt auf einem strategisch günstigen Bergsporn auf einer Höhe von 480 m ü. NN. Einst diente sie den Grafen von Eberstein als Sitz. Heute ist in ihr eine Gastronomie untergebracht. Besucher können die Ruine zu den Öffnungszeiten der Gastronomie kostenlos besichtigen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg entstand vermutlich um 1100 und wurde in der Folgezeit von den Herren von Eberstein bewohnt. Erstmalige Erwähnung fand sie 1197 als Castrum Eberstein. Als Kunigunde von Eberstein 1240 den Markgraf Rudolf I. von Baden heiratete konnte sie kein Geld als Mitgift in die Ehe einbringen. Stattdessen diente die Hälfte der Burg als Mitgift der Braut. 1283 kaufte Rudolf I. dann auch die andere Hälfte der Burg und so ging diese ganz in den Besitz des Hauses Baden über. Die Grafen von Eberstein bewohnten nun die Burg Neu-Eberstein oberhalb von Gernsbach. Unter den Markgrafen von Baden wurde die Burg Alt-Eberstein vermutlich erheblich erweitert und diente zeitweise als Residenz. Ansonsten nutzten sie die Burg auch als Schatzkammer und Archiv. Burg Alt-Eberstein verlor an Bedeutunng als Markgraf Bernhard I. um 1400 Schloss Hohenbaden zur Residenz ausbauen ließ. In den Folgejahren wurde Alt-Eberstein vor allem als Witwensitz genutzt. Ab 1434 hielt Markgraf Jakob I. hier seine Schwester Agnes bis zu ihrem Tod 1473 gefangen. Ab dem 15. Jahrhundert war die Burg unbewohnt und verfiel. Den Einwohnern von Ebersteinburg diente sie als Steinbruch. Im 19. Jahrhundert sicherte man die Ruine, um sie für Touristen zugänglich zu machen. Zu dieser Zeit entstand auch das Gastronomiegebäude.

Die Burg[Bearbeiten]

Burg Alt-Eberstein ist eine Höhenburg auf 480 m ü. NN. Wie die anderen Baden-Badener Burgen, die Yburg und das Schloss Hohenbaden, wurde auch sie auf einem Bergsporn aus Porphyr errichtet. In fast alle Richtungen fallen die Felswände viele Meter tief ab und schützten die Burg somit zusätzlich vor Angriffen. An der gefährdeten Südostseite wurde um 1100 die besonders widerstandsfähige Schildmauer gebaut. Sie hat eine Länge von 30 Metern und ist 14 Meter hoch. Im 13. Jahrhundert kam der Bergfried an der Südostecke dazu. Der Bergfried hat einen quadratischen Grundriss und weist eine Höhe von 18 m auf. Ursprünglich war er höher und mit Zinnen bewehrt.[1] In der Kernburg gibt es einen 20 x 20 Meter großen Burghof, einen Palas und das Gebäude in dem die Gastronomie untergebracht ist. Der Palas war das Wohngebäude der Herrschaft auf der Burg. Heute ist er verfallen und nicht mehr zugänglich. Das Gastronomiegebäude entstand erst im 19. Jahrhundert. An seiner statt gab es hier früher ein weiteres Wohngebäude. Südöstlich der Kernburg, dort wo sich heute der Parkplatz befindet, gab es eine Vorburg. Die Wirtschaftsgebäude der Vorburg dienten der Versorgung der Burgbewohner.

Die Ruine kann während der Öffnungszeiten des Restaurants besichtigt werden. Alt-Eberstein wird durch die Einrichtung "Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg" betreut und gehört zu den landeseigenen Monumenten.

Sage[Bearbeiten]

In der Trinkhalle ist ein Wandgemälde der Sage von der Belagerung der Burg Alt-Eberstein gewidmet. Sie erzählt von den Grafen von Eberstein, die erfolgreich den Angriffen des Kaisers Otto stand hielten und ihn schlussendlich durch eine List von seinen Eroberungsplänen abbrachten.

Quellen[Bearbeiten]

  • Burg Alt-Eberstein auf den Seiten der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Einzelnachweise

  1. Anlage Alt-Eberstein


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Adresse

Rosenstraße 50
76530 Baden-Baden

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